Frauen in der japanischen Gesellschaft

Vortrag mit Bildern und Kurzfilmen

Statistiken zeigen, dass es in Japan nur wenige weibliche Vorstands- sowie Parlamentsmitglieder gibt und dass der soziale Status japanischer Frauen damit relativ niedrig ist.Aber japanische Frauen spielen seit uralter Zeit unentbehrliche Rollen in der Gesellschaft. Warum? Weil die japanische Gesellschaft ursprünglich eine Gesellschaft mit „Mütterlinie“ ist. Die „Mütterlinie“bezeichnet die Weitergabe und Vererbung  von sozialen Eigenschaften und Besitz ausschließlich über die weibliche  Linie von Müttern an Töchter.

In der Folgezeit ging die Gesellschaft mit der „Mütterlinie“ zu einer Gesellschaft mit „Väterschaft“ über, in der „Ie“ (= Haus, Familie) das wichtigste Fundament war. In der „Väterschaft“-Gesellschaft kamen neue Aufgaben für Frauen beruhend auf der Rollenverteilung hinzu. Nach der Restauration sowie Öffnung des Landes im 19. Jahrhundert und auch nach dem II. Weltkrieg erlebte Japan westliche Einflüsse, wodurch unvermeidliche Änderungen bezüglich des Status des weiblichen Geschlechts entstanden. Dennoch sind das Wesen der „Mütterlinie“ sowie die Rollenverteilung in der heutigen Gesellschaft noch vorhanden und im Wesentlichen akzeptiert. Dabei ist es die entscheidende Frage, ob die Japanerinnen heute ein glückliches Leben führen oder nicht.

Übrigens: Es entstanden in der Geschichte einige „Frauenwelten“, die zum Teil heute noch existieren. Sie werden mittels YouTube präsentiert.

Vortragender ist Dr. Kenji KAMINO; Hannover

Vortragsort: Bürgerzentrum Stuttgart-West, Bebelstrasse 22

Datum: Freitag, der 21.09.2018, 19 Uhr

Der Eintritt ist frei, Spenden werden jedoch gerne angenommen

Eingeladen sind alle die sich für Japan interessieren.