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SUMMARY:Vortrag: Tanka und die Moderne Japans 短歌と近代日本
DESCRIPTION:Vortrag: Tanka und die Moderne Japans 短歌と近代日本  \nWer?\nReferentin: Dr. Toyomi Iwawaki-Riebel \nWann?\nFreitag\, 08.12.2023\, 19 Uhr \nWo?\nBürgerzentrum Stuttgart-West\, SKR\, Bebelstr. 22\, 70193 Stuttgart \nKosten?\nEintritt frei\, Spenden erbeten \nBeschreibung \nDer Begriff kindai tanka (modernes tanka) ist im Hinblick auf die Geschichte der tanka eine contradictio in adjecto. Denn das moderne tanka zeigt die „Doppelstruktur“ der modernen und der traditionellen japanischen Dichtung. Das tanka (Kurzgedicht)\, das zur Kategorie der waka (japanisches Gedicht) gehört\, war bereits zur Zeit des Manyōshū (ca. 400–760) als 31-Moren in Form einer 5-7-5-7-7 metrischen Dichtung etabliert. Seit der späten Meiji-Periode (1868–1912) wurden tanka im Allgemeinen gegenüber der shintaishi (Dichtung des neuen Stils) als kindai tanka bezeichnet. Die Rhetoriken und Themen in der aristokratisch-höfischen waka-Lyrik werden im modernen tanka nicht mehr betont\, aber der alte Stil der Verse ist nicht verschwunden\, so dass das tanka heute noch mit neuen Trends seine Doppelstruktur zeigt. \nDie „Moderne“ gilt als der Zeitraum von der Meiji-Restauration (1868) bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs (1945)\, der auch eine turbulente Zeit in der Literaturgeschichte war. Die Aufklärungsideen förderten die „Modernisierung“ bzw. „Verwestlichung“\, damit gab es im intellektuellen Bereich zahlreiche Neuerungen wie die genbun itchi (Vereinheitlichung von Umgangs- und Schriftsprache) und die hon’yakugo (Übersetzungsvokabular) der westlichen Literatur. Darüber hinaus führten die Militarisierung sowie die Industrialisierung zur Errichtung einer konstitutionellen Monarchie\, und die gesellschaftliche Situation von den japanisch-chinesischen und -russischen Kriegen bis zu den beiden Weltkriegen sorgte für mehrschichtige Dichtungen in der Verbindung westlichen Denkens und Glaubens\, z. B. als Marxismus oder Christentum und traditionelle japanische Dichtungen. \nAls die Pioniere der modernen tanka werden u.a. OCHIAI Naofumi (1861–1903)\, YOSANO Tekkan (1873–1935) und YOSANO Akiko (1878–1942) genannt\, die die Subjektivität und den Individualismus in einem betont romantischen tanka-Stil anstrebten. Die Werke der Ästhetiker KITAHARA Hakushū (1885–1942)\, des Naturalisten WAKAYAMA Bokusui (1885–1928)\, des sozialistischen Dichters ISHIKAWA Takuboku (1886–1912) erschienen hintereinander. Andererseits trat MASAOKA Shiki (1867–1902)\, ein bekannter Haiku-Dichter\, für eine Rückkehr zur Manyō-Tradition und zur tanka-Dichtung auf der Grundlage von shasei (Skizzen) ein\, u.a. SHIMAKI Akahiko (1876–1926)\, SAITŌ Mokichi (1882–1953) und HAGIWARA Sakutarō (1886–1942) sind dafür bekannt. Die Periode der modernen tanka ist die aktivste Zeit\, in der jeder Dichter von einem neuen tanka-Stil und -Inhalt angetrieben wurde. In diesem Beitrag gebe ich einen Einblick in die Ideen der Pioniere der modernen tanka. \nDr. Toyomi Iwawaki-Riebel hat Philosophie und Japanologie studiert und über die „Philosophie des Wanderers bei Friedrich Nietzsche“ promoviert. Darin erforschte sie das interkulturelle Verstehen mit der Phänomenologie des Leibes durch Nietzsches Hermeneutik. \nDerzeit arbeitet sie als Dozentin an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS). Als Poetin veröffentlichte sie u.a. 2020 die Haiku-Anthologie „Haiku ohne Titel“. Ihr Aufsatz „Yosano Akikoʼs Philosophy and Poetry – Modernization of Japan and Womenʼs Liberation“ erschien im August 2023. \n\nBildrechte: Toyomi Iwawaki-Riebel.
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